Dresden gegen Radfahrer

Wie die Stadt Dresden Radfahrern das Leben schwer macht

Radfahrer machen den Einzelhandel kaputt: Die DNN mit nichtssagendem Artikel

Ein Kommentar

In den DNN  gibt es wieder einen Artikel mit reichlich Thesen, Vermutungen und Ahnungen, aber wenig Fakten.

Frau Woittennek spricht davon, dass sie mit wem auch immer viel erreicht hätte, um die Kesselsdorfer Straße schöner zu machen. Was sie konkret getan hat, darüber wird im Artikel geschwiegen. Vielleicht meint sie die Verzierung in der Adventszeit. Ganz nett, aber unter „viel erreicht“ würde ich das nicht verbuchen.

Hauptkritikpunkt sind die angeblich fehlenden Parkplätze. Auf der Fahrbahn darf nicht mehr geparkt werden, nachdem die rechtswidrige Benutzungspflicht des Radwegs auf dem Gehweg nach erfolgreicher Klage aufgehoben wurde.

Nach der Klage hatte die Stadt die Wahl, ob sie die Radwege den baulichen Voraussetzungen anpasst oder die Benutzungspflicht aufhebt. Sie tat zweiteres und lies auf dem Gehweg im unteren Bereich Parkplätze bauen, ohne den Ortsbeirat darüber beraten zu lassen.

In der Realität sieht es so aus, dass viele Fahrzeugführer im oberen Bereich der Kesselsdorfer ihr Fahrzeug ordnungswidrig im eingeschränkten bzw. absoluten Halteverbot abstellen. Auch in den kreuzenden Straßen gibt es immer Platz zum Parken. Natürlich müsste man dann 50m statt 10m laufen.

Das hat dann angeblich einen Bäcker, einen Teeladen, einen Tauchladen und einen Fleischer in den Ruin getrieben. Da frage ich mich, ob der Bäcker durch fehlende Parkplätze schließen musste oder dadurch, dass es auf der Kesselsdorfer alle 100m (im unteren Bereich alle 20m) einen Bäcker gibt. Zum Teeladen kann ich nichts sagen, den kannte ich nicht. Der Tauchladen ist ging nicht Pleite, der zog auf die Leipziger Straße nach Pieschen mit einem Abstand von einem Kilometer zum nächsten Tauchladen. Aus sicherer Quelle weiß ich, dass die Tauchschule ihr Geld nicht mit dem Laden an sich und Laufkundschaft macht (wer hätte das gedacht). Fehlende Parkplätze fallen hier als Grund definitiv weg. Zum Fleischer … es ist nicht der Einzige auf der Kesselsdorfer.

Ich bestreite nicht, dass ein Parkplatz vor einem Laden ein Standortvorteil ist, dieser Vorteil zieht aber nur, wenn man sich durch Quantität anstelle von Qualität hervortun möchte.

Besonders viele Parkplätze und versiegelte Fläche machen eine bewohnte Straße oder einen Stadtteil nicht lebenswerter.

 

Ein schöner Beitrag dazu findet sich hier: Mit dem Fahrrad zum Einkaufen

 

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Ein Kommentar zu “Radfahrer machen den Einzelhandel kaputt: Die DNN mit nichtssagendem Artikel

  1. Radfahrer geben im Einzelhandel statistisch mehr Geld aus als Autofahrer. Man sollte da bei euch also noch viel mehr für den Radverkehr tun. ;-)

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