Dresden gegen Radfahrer

Wie die Stadt Dresden Radfahrern das Leben schwer macht

Katastrophenradweg Käthe-Kollwitz-Ufer

3 Kommentare

Einer meiner „Lieblingsradwege“ ist der gemeinsame Geh- und Radweg am Käthe-Kollwitz-Ufer stadteinwärts zwischen Goetheallee und Waldschlößchenbrücke.
Das ist quasi DAS Negativbeispiel für die vorsätzliche Ignorierung baulicher Mindestvoraussetzungen für Radwege.

Auf dem gesamten Abschnitt wird die Benutzungspflicht mit Zeichen 240 angeordnet. Jetzt sehen wir uns die baulichen Voraussetzungen für einen gemeinsamen Geh- und Radweg einmal an.

VwV-StVO:

[…] er unter Berücksichtigung der gewünschten Verkehrsbedürfnisse ausreichend breit, befestigt und einschließlich einem Sicherheitsraum frei von Hindernissen beschaffen ist. […] Die lichte Breite (befestigter Verkehrsraum mit Sicherheitsraum) soll in der Regel dabei durchgehend betragen:

[…]

20 bb) Zeichen 240
– gemeinsamer Fuß- und Radweg

innerorts

mindestens 2,50 m

 

Nun ein paar Bilder der Realität:

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Beginn

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Ich denke man sieht auch ohne nachzumessen, dass die Kriterien nicht einmal ansatzweise erfüllt werden. Übrigens habe ich nicht kurz nach einem Regenguss fotografiert, sondern zwei Tage danach.

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3 Kommentare zu “Katastrophenradweg Käthe-Kollwitz-Ufer

  1. Aber die Radfahrer mögen doch die Natur und so… Immerhin waren dort die Kfzler bei einer Nichtbenutzung des Weges bisher immer milde gestimmt, aber es ist halt kein Zustand so. Der „Radweg“ im Gegenverkehr ist leider auch nicht besser: Hat zwar eine (meist) bessere Oberfläche, dafür geht’s durch die Dooring-Zone und Dresden-typisch über gepflasterte Ausfahrten. Und an den Kreuzungen darf man immer mal „überraschend“ hinter den geparkten Autos auftauchen. Die Benutzungspflichten gehören dort nach beiden Richtungen weg.

  2. Der entgegengesetzte Radweg unterschreitet zudem laut Augenmaß die Mindestbreite. Falls jemand zufällig dort langfährt und ein Zollstock dabei hat, bitte messen und bescheid geben. :)
    Auf lange Sicht kann es dort nur absolutes Halteverbot auf der Fahrbahn und keine Radwegbenutzungspflicht geben.

    • Jo, ohne parkende Kfz ist die Fahrbahn auch locker breit genug. Das gibt aber einen Aufschrei der Anwohner, möchte ich wetten. Aber bis dahin darf man sich in elbaufwärtiger Richtung u.a. von den Doppelstock-Touri-Bussen mit Abständen überholen lassen, die den Namen nicht verdienen, nur damit sie anschließend langsamer vor einem herfahren können – da ist ja schließlich ein Radweg.

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