Dresden gegen Radfahrer

Wie die Stadt Dresden Radfahrern das Leben schwer macht

Töberich lässt Elberadweg wegbaggern

13 Kommentare

Nun ist es passiert. Heute hat Regine Töberich den Elberadweg wegbaggern lassen.

Ob dies rechtlich zulässig war, werden die Gerichte entscheiden müssen. Abgesehen davon lief bei der Aktion einiges auf fragwürdige Weise ab. So wurde die Baustelle von Regine Töberich weder abgesperrt, noch wurden Warnungen auf laufende Bauarbeiten aufgestellt. Die Baggerfahrer mit extrem eingeschränkter Sicht haben hier grob fahrlässig  im Quasi-Blindflug den Weg abgerissen, ohne zu wissen, ob sie mit der nächsten Bewegung einen Radfahrer oder Fußgänger umnieten.

Auf Youtube gibt’s ein Video.

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Elberadweg a.D.

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Selbstjustiz in Dresden

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Meins, meins, meins!

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Die Polizei musste erstmal die erzeugte Gefahrensituation sichern

 

Bei der Aktion hat sie sich von einem wütenden Passanten eine gefangen, was ich nicht gutheiße.

Was sie im Endeffekt damit bezwecken will ist mir nicht klar, denn indem sie die unbeteiligten Radfahrer mit der Aktion in Sippenhaft genommen hat, dürfte die Zahl ihrer Befürworter nur noch sehr gering sein.

 

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13 Kommentare zu “Töberich lässt Elberadweg wegbaggern

  1. Krass. Geistig scheint die Frau nicht mehr ganz in Ordnung zu sein. Völlig unverständlich, was die mit dieser Sinnlosaktion noch bezwecken möchte. Nach dem ganzen Medienrummel und den Anzeigenschaltungen in der Lokalpresse, um Stimmung zu machen, ist das wahrscheinlich der Höhepunkt ihrer Selbstherrlichkeit.

    Eventuell wird es die Möglichkeit geben, sicher in Begleitung eines Verbandes auf der Leipziger hin- und herzupendeln. :D http://www.cielab.org/forum/comments.php?DiscussionID=18086

  2. Das ganze Theater hat der rot-rot-grün-Stadtrat SO provoziert und also auchzu verantworten – scheint aber bei einigen nicht in den Schädel zu gehen.

    • Die Stadt trägt sicherlich dahingehend Mitschuld am Streit, als dass sie es verschlafen hat, die Radwegfläche zu kaufen. Ein Abriss eines öffentlich gewidmeten und auch überregional bedeutenden Weges ist trotzdem eine richtig dumme Aktion und wird sicherlich nicht zu mehr Respekt gegenüber der Töberich führen. Zumal der Radweg gar nicht Kern des Streits ist, sondern einfach nur als Druckmittel benutzt wurde und jetzt völlig sinnlos als „Kollateralschaden” daran glauben musste.

      Man kann über beide Parteien sagen, was man will, aber wer sich jetzt darüber freut, dass er einen öffentlich gewidmeten Weg in der Stadt weniger nutzen kann, hat nicht mehr alle Tassen im Schrank.

    • Zu einem Theater gehören immer noch mindestens zwei Parteien. Man sollte nicht vergessen, dass Frau Töberich auch massive Vorwürfe gegen die Verwaltung erhebt. Und das ist dieselbe, wie unter dem alten CDU-FDP-Stadtrat, das hat mit RRGO nichts zu tun.
      Letztendlich leben wir in einem Rechtsstaat. Zwar kann man, besonders in letzter Zeit daran zweifeln, aber wenn es um solche rechtsstaatlichen Bagatellen geht, dann ist Selbstjustiz der falsche Weg. Entsprechende Konsequenzen werden folgen.

    • Frau Töricht mag warscheinlich eher Daimler anstatt Fahrräder

  3. Bist du bitte so nett und schreibst du mal einen Beitrag, der die ganze Geschichte für Außenstehende etwas transparenter macht? Hier scheint was Bedeutsames zu passieren, aber ich verstehe die Sache nicht, weil die Vorgeschichte unbekannt ist. Danke!

    • Dazu muss man relativ weit ausholen, wofür mir momentan die Zeit fehlt und der Elberadweg hat an sich gar nichts damit zu tun.

      Kurzfassung:
      Frau Töberich möchte auf dem Grundstück Wohnungen bauen (Marina Garden). Durch das Hochwasser 2013 (Grundstück liegt im Flutgebiet), den Wechsel des Stadtrats und Probleme mit der Verwaltung (diesselbe, wie unter dem alten Stadtrat) haben sich ein paar Voraussetzungen geändert und sie darf nicht so bauen, wie sie es möchte. Sie wirft der Verwaltung deshalb Vertrags- und Rechtsbruch vor. Jede Partei beharrt darauf im Recht zu sein. Als Druckmittel, um eine Baugenehmigung zu erhalten, drohte Frau Töberich damit, den Elberadweg abzureißen. Ob sie das mit dem Stück auf ihrem Grundstück juristisch darf, kann ich nicht beurteilen, auch dazu gab es verschiedene Aussagen.
      Letzten Donnerstag hat Sie ihre Drohung dann wahr gemacht, was dann aber in die Hose ging. Fortsetzung folgt.

      • Danke! Ich habe mich auch sonstwo ein wenig eingelesen und mir so eine Meinung gebildet. So ganz koscher kommt mir Fr.T. nicht vor mit ihren Bodygards und Boulevardpresse.

  4. In ihrem Blog zu „Marina Garden“ schrieb Frau Töberich:
    http://www.marinagarden.de/

    „WERDEN DIE ELBWIESEN UND DER ELBRADWEG FÜR DIE ÖFFENTLICHKEIT GESPERRT?
    Selbstverständlich bleibt der bisher öffentliche Teil des Grundstücks auch weiterhin öffentlich. Dies betrifft insbesondere den Elbradweg sowie die Elbwiesen. Aber auch auf dem übrigen Gelände, welches derzeit noch unter anderem von den Nutzern des Elbvereins genutzt wird, wird es zukünftig öffentliche Wegebeziehungen von der Elbe bis zur Leipziger Straße geben.“

    Man muss hierzu wissen, dass der Elbradweg im Bereich ihres Grundstückes mit zu ihrem Eigentum gehört, weil die Stadt nicht von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht hat.

    Es gab im Vorfeld des Hochwassers von 2012 einige Vorarbeiten. Darunter auch Beschlüsse. Durch das Hochwasser wurde abr die Bedeutung des Hochwasserschutzes deutlicher. Frau Töberich sieht diese Bedeutung auch, aber nur für ihr Grundstück, das sie mit entsprechendem Schutz versehen will.
    Bei Hochwasser sollen die Tiefgaragen geöffnet und geflutet werden.
    Die Häuser selbst sind durch einen Hochwasserschutz geschützt.
    Dieser steht aber im Widerspruch zum Flächenbedarf. Und ob die PKW-Besitzer dann auch herausfahren, ist ungewiss. Der Schaden wären nicht so sehr die PKW – zwar schlimm für die Eigentümer, aber die PKW sollten ja herausgefahren werden – sondern durch austretendes Benzin und andere in den Garagen gelagerte Stoffe.

    Im obengenannten Link erläutert Frau Töberich ausführlich ihren Standpunkt.

    Das Problem: Die Sache ist komplex und Entscheidungen gehen nicht so schnell.
    Frau Töberich hat sich zudem wahrscheinlich einen Bärendienst erwiesen, es sei denn, sie will Politikerin werden.


    Insgesamt ist es eine verzwickte Situation, und keine Rot-Rot-Grün, ich möchte hier den Leiter des Umweltamtes, Herrn Korndörfer, in Schutz nehmen, den ich sehr schätze, und den Frau Töberich massiv angriff.

    Wir können nicht weitermachen wie bisher.

    Es gibt Kompromisslösungen, aber die scheint Frau Töberich abzulehnen.

    Mit dem Abbaggern hat sie ja nicht nur den Radweg, sondern auch den Wanderweg zerstören wollen. Sie hat sich damit selbst der Lüge bezichtigt, denn sie hat den öffentlichen Weg zerstört, auf dem auch Kinder, ältere Bürger und Behinderte unterwegs sind. Sie hat Gefahr für die Gesundheit hervorgerufen. Das alles war ihr gleichgültig, oder sie wollte es für Publicity einsetzen.

    Viele Grüße von Hutschi.

    PS: Von einem Garten sehe ich im Entwurf „Marina Garden“ nichts. Es ist offensichtlich ein Euphemismus.

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