Dresden gegen Radfahrer

Wie die Stadt Dresden Radfahrern das Leben schwer macht


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Getötete Radfahrer in Dresden seit 2010

Mit Hilfe des Statistischen Landesamts habe ich eine kleine Übersicht der getöteten Radfahrer in Dresden erstellt. Ihr findet den Link oben rechts in der Ecke. Wer zusätzliche Infos zu den Unfällen hat kann mich gern kontaktieren.

Die Tendenz ist weiter steigend, aber wen wundert das bei diesen Verhältnissen. Bedenkt man noch, wie lange das Straßen- und Tiefbauamt bei den Unfällen auf der Marienbrücke geschlafen hat, kann man nur froh sein, dass es nicht noch mehr tote gibt.

Ein Armutszeugnis für Dresden.


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Radwegbenutzungspflicht auf Teilstück der Weißeritzstraße aufgehoben

Leise, still und heimlich wurde auf einem Teilstück der Weißeritzstraße die Radwegbenutzungspflicht aufgehoben. Ursprünglich wurden fragwürdige Bedenken und Einschätzungen geäußert, die Zweifel an einer sinnvollen Entscheidung aufkamen ließen.

Weißeritzstraße

Weißeritzstraße ohne Benutzungspflicht

Wie es zu dem „Umdenken“ kam, ist mir nicht bekannt, aber das Ergebnis zählt. Bleibt nur noch der Rest der Straße.

Natürlich wären vernünftige Radverkehrsanlagen wünschenswert, aber damit ist bei diesem ewig gestrigen Stadtplanungsamt, deren derzeitige Planungen schon fünfzehn Jahre hinter dem Stand der Zeit hinterherhinken, in den nächsten zwanzig Jahren nicht zu rechnen.


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Ein toter und ein fast toter Radfahrer diese Woche in Dresden

Diese Woche hat der Dresner Verkehr wieder schwere Opfer unter den Radfahrern gefunden. Ein Radfahrer konnte sich mit einem Rettungssprung vom Rad vor dem Zermalmen durch einen rechtsabbiegenden LKW retten, der andere erlag seinen Verletzungen im Krankenhaus.

Der erste Unfall ereignete sich auf der Pirnaer Landstraße auf Höhe der Zamenhofstraße. Der LKW bog nach rechts in die Zamenhofstraße ein, der Radfahrer auf dem Radweg rechts daneben wollte geradeaus fahren. Es kam, wie es kommen musste.

Bericht der SZ
Bericht der Morgenpost

Beide Blätter spekulieren über die Unfallursache und nennen den toten Winkel. Ich behaupte einfach mal, dass Fahrräder und deren Fahrer nicht von toten Winkeln überrollt werden. Wenn sich der Radfahrer wirklich im toten Winkel befunden hat, dann ist zum einen der LKW-Fahrer Schuld, da er zu schnell um die Kurve gefahren ist, obwohl er wusste, dass er nichts sieht und natürlich haben die Verkehrsplaner einen großen Anteil daran. Solche „Radverkehrsanlagen“ die der Radfahrer befuhr sollen dem Schutz von Radfahrern dienen, aber so, wie sie geplant werden sind es Todesfallen. Danke liebe Verwaltung Dresden.
Hier kann man sich diesen Planungsfehler ansehen.
Glücklicherweise hat der Radfahrer überlebt.

In der Nacht zum Dienstag kollidierte ein Radfahrer mit einem Autofahrer auf der Strehlener Straße. Er erlag am Mittwoch seinen Verletzungen.

Bericht der SZ
Bericht des Dresden Fernsehens

Bericht der DNN

Der Autofahrer befuhr die Strehlener Straße und war vorfahrtsberechtigt. Der Radfahrer kam aus der Franklinstraße und missachtete laut Angaben der SZ (nicht online verfügbar) die Vorfahrt des Autofahrers und war unbeleuchtet unterwegs.
Zwar ist der Radfahrer allein Schuld an dem Unfall, dennoch ist der Tod natürlich tragisch. Der Autofahrer wurde glücklicherweise nicht schwer verletzt.