Dresden gegen Radfahrer

Wie die Stadt Dresden Radfahrern das Leben schwer macht


Ein Kommentar

Rund um den Ebertplatz tut sich was

Voller erstaunen konnte ich heute beobachten, wie sich ein Mitarbeiter am Radwegsschild der Weißeritzbrücke (Freiberger Str. stadteinwärts) zu schaffen machte. Als ich dann später wieder vorbei fuhr konnte ich erfreulicherweise feststellen, dass sowohl die Radwegbenutzungspflicht über die Brücke stadteinwärts als auch auf dem kleinen Stück zwischen Ebertplatz und Saxoniastraße aufgehoben wurde.

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Abgeschaffte Benutzungspflicht Weißeritzbrücke

Freiberger Straße

Abgeschaffte Benutzungspflicht Freiberger Straße

 

Die Benutzungspflicht über die Brücke (stadteinwärts) sollte im Zuge des Umbaus der Kreuzung (Zentralhaltestelle) sowieso abgeschafft werden. In diesem Zusammenhang verwundert es, dass das STA schon vorher tätig wird. Vielleicht hat aber auch jemand der Benutzungspflicht widersprochen.

Die Aufhebung der Benutzungspflicht auf der Freiberger war Bestandteil meines Antrags auf Aufhebung der Gehwegbenutzungspflichten auf der gesammten Freiberger Straße. Immerhin wurde jetzt ein Teil davon umgesetzt.

 

In unmittelbarer Nähe passiert momentan noch mehr.

Zufahrt Nossener Brücke

Zufahrt Nossener Brücke

An der Kreuzung Nossener Brücke / Oederaner Straße wird ein bisschen gebaut. Der Radweg ist gesperrt, die „Umleitung“ wie üblich völlig dilettantisch umgesetzt.

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Kreuzung Nossener Brücke / Oederaner Straße

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Kreuzung Nossener Brücke / Oederaner Straße

 

Meine erste Vermutung war, dass endlich die rechtswidrige Radwegbenutzungspflicht auf diesem Abschnitt aufgehoben wird. Bei dem bisherigen Baufortschritt würde alles andere keinen Sinn ergeben, aber wer weiß, bei den ahnungslosen Gestalten im Stadtplanungsamt muss man mit Allem rechnen.

 

Hoffen wir das Beste.


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Diverses

Heute nur ein paar kleine Dinge.

Die Induktionsschleife der LSA auf der Linksabbiegerspur der Robert-Blum-Straße in die Hainstraße reagierte nicht auf Radfahrer. Nachdem ich das STA bat Abhilfe zu schaffen, wurde sie nach deren Angaben justiert und soll nun (wieder) auf Radfahrer reagieren.
Sollte mal jemand in der Nähe sein, wär’s schön wenn er das ausprobiert und Bescheid gibt.

 

Bezüglich der LSA am Knoten Nossener Brücke / Budapester Straße bekam ich endlich eine Rückmeldung. Es soll nochmal nachgebessert werden. Leider wieder ohne Zeitangabe.

 

Seit Dienstag dürfen Radfahrer über den fertiggestellten Teil der Albertbrücke fahren. Wie jede andere Dresdner Brücke ist auch die Alberbrücke eine absolute Fehlplanung für den Radverkehr. Hochbordradwege aus Beton (???) mit unebener Oberfläche. Mal wieder eine Einladung für Fußgänger und Geisterfahrer.

Fehlplanung Albertbrücke

Fehlplanung Albertbrücke


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„Radweg“ Ammonstraße: Mehr als fünf Jahre Versagen

Wer kennt es als Radfahrer nicht? Das Teilstück des „Radwegs“ auf der Ammonstraße, was an die Könneritzstraße grenzt.

Radweg

„Radweg“ der Ammonstraße

Neben den „Radwegen“ der Nürnberger Straße symbolisiert diese Krücke das typische jahrelange Versagen der Dresdner Verwaltung in Sachen Radverkehr.

 

Dieser Radweg (Zeichen 241) ist schon ziemlich alt, schon 2009 gab es ihn in seinem jetzigen Zustand. Die befahrbare Breite beträgt je nach Vegetation weniger als 1,13m und liegt damit deutlich unter der Mindestbreite von 1,50m, die die VwV-StVO vorschreibt.

Spätestens nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (Entscheidung vom 18.11.2010, BVerwG 3 C 42.09) hätte die Verwaltung die Radwegbenutzungspflicht überprüfen und aufheben bzw. die baulichen Voraussetzungen nacherfüllen müssen.

Es sind nun fast fünf Jahre seitdem vergangen und es hat sich nichts getan. Dass die widerrechtliche Anordnung der Benutzungspflicht dem Straßen- und Tiefbauamt unbekannt ist, darf bezweifelt werden. Hier entsteht wieder der Eindruck des vorsätzlich rechtswidrigen Handelns der Verwaltung.

 

Wird Zeit für einen Antrag. Ich bin ja auf die Ausreden gespannt.