Dresden gegen Radfahrer

Wie die Stadt Dresden Radfahrern das Leben schwer macht

Auch diesen Winter kein Winterdienst auf Dresdens Radwegen

5 Kommentare

Die Oberbürgermeisterwahl hat für Radfahrer mit dem Sieg von Hilbert erwartungsgemäß nichts gebracht. Heraus kam alter Wein in neuen Schläuchen, aber was will man von einem FDP-Mitglied auch erwarten?

Meine Anfrage, ob es diesen Winter endlich den lange überfälligen Winterdienst auf Radwegen geben wird, wurde wie folgt beantwortet:

Schreiben_Verwaltung

Kein Winterdienst auf Radwegen

Die Verwaltung versagt beim Thema Radverkehr weiter auf ganzer Linie. Bezüglich der angeblichen Schätzung des ADFC kamen auch von dort Zweifel auf. Die Antwort  auf meine Nachfrage wird verwaltungstypisch wohl noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Advertisements

5 Kommentare zu “Auch diesen Winter kein Winterdienst auf Dresdens Radwegen

  1. Mit ist’s recht. So kann ich bei Schnee ganz legal die benutzungspflichtigen Radwege verlassen, von denen die meisten eh eine Zumutung sind.

    • Prinzipiell hast du Recht, aber viele Dosenfahrer sind nicht in der Lage auch bei geräumter Fahrbahn ihr Fahrzeug zu beherrschen. Dazu noch die gesteigerte Aggression aufgrund der verengten Fahrbahn und man steht ganz schnell auf der Abschussliste. Das ist nicht jedermanns Sache.

  2. Der ADFC hat 2011 die Kosten für 200 km Radwegenetz für das ganze(!) Jahr auf 100.000 Euro gechätzt: http://www.adfc-dresden.de/index.php/neuigkeiten/1623-winterdienst-auf-radwegen-nicht-in-dresden. Vermutlich verwechselt die Verwaltung schlicht die Kosten pro Tag und pro Jahr.

    Dass die Kosten von 70.000 Euro pro Tag offensichtlich falsch sind sieht man schon an den Gesamtkosten für Winterdienst in Dresden. Das Dresdner Fernsehen schreibt Ende 2014: „Im vergangenen Winter (2013/14) herrschten an 56 Tagen Temperaturen unter 0 Grad. An 54 Tagen davon bekämpften die Mitarbeiter des Winterdienstes Glätte und an zehn Tagen beräumten sie Schnee. Der Straßenwinterdienst 2013/14 kostete 2,44 Millionen Euro.“ (http://www.dresden-fernsehen.de/Aktuelles/Artikel/1367136/42-Fahrzeuge-fuer-Winterdienst-in-Dresden-einsatzbereit-/?source=canonical)

    Der Winterdienst kostet in Dresden insgesamt also im Durchschnitt 45.000 Euro pro Glättetag. Bei rund 700 km geräumter Straßen kostet der Kilometer Straße den Winterdienst rund 3.500 Euro pro Winter – darunter eine Menge Straßen mit mehreren Fahrspuren je Richtung. Unvorstellbar, dass das Räumen der Haupt(!)radwege mehr kosten soll als der gesamte Winterdienst für die KFZ-Fahrbahnen.

    Auf die Anfrage des ADFC von 2011 an das STA schrieb das STA (http://www.adfc-dresden.de/files/materialien/2011-10-20-winterdienst.pdf): „Die Kosten für die Betreuung von Rad- oder Gehwegflächen liegen derzeit bei ca. 10 ct/m²“. Bei 200 km Netz, zwei Richtungen und einer (sehr großzügig angenommenen) durchschnittlichen Breite von 1,50 m der Radwege kommt man auf 600.000 m² zu räumende Fläche, also etwa 60.000 Euro pro Jahr.

    • Danke für den ausführlichen und die Verwaltung entlarvenden Kommentar. Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, nach öffentlich zugänglichen Zahlen zu suchen.

      • Was die Zahlen betrifft, so würde ich es nicht einmal ausschließen, dass das Räumen der Hochbordwege so teuer ist. Schließlich fehlt dort der Selbsträumeffekt durch den dauernden Kfz-Verkehr. Das macht eine Menge aus und räumt die Straßen doch recht gründlich und nachhaltig, weswegen ich eher froh bin, dass die Hochbordwege voller Schnee bleiben. So kann ich sicher auf der Fahrbahn fahren, ohne dass es eine obrigkeitliche Begründung gibt, mich von selbiger zu scheuchen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s