Dresden gegen Radfahrer

Wie die Stadt Dresden Radfahrern das Leben schwer macht

„Radweg“ Ammonstraße: Mehr als fünf Jahre Versagen

5 Kommentare

Wer kennt es als Radfahrer nicht? Das Teilstück des „Radwegs“ auf der Ammonstraße, was an die Könneritzstraße grenzt.

Radweg

„Radweg“ der Ammonstraße

Neben den „Radwegen“ der Nürnberger Straße symbolisiert diese Krücke das typische jahrelange Versagen der Dresdner Verwaltung in Sachen Radverkehr.

 

Dieser Radweg (Zeichen 241) ist schon ziemlich alt, schon 2009 gab es ihn in seinem jetzigen Zustand. Die befahrbare Breite beträgt je nach Vegetation weniger als 1,13m und liegt damit deutlich unter der Mindestbreite von 1,50m, die die VwV-StVO vorschreibt.

Spätestens nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (Entscheidung vom 18.11.2010, BVerwG 3 C 42.09) hätte die Verwaltung die Radwegbenutzungspflicht überprüfen und aufheben bzw. die baulichen Voraussetzungen nacherfüllen müssen.

Es sind nun fast fünf Jahre seitdem vergangen und es hat sich nichts getan. Dass die widerrechtliche Anordnung der Benutzungspflicht dem Straßen- und Tiefbauamt unbekannt ist, darf bezweifelt werden. Hier entsteht wieder der Eindruck des vorsätzlich rechtswidrigen Handelns der Verwaltung.

 

Wird Zeit für einen Antrag. Ich bin ja auf die Ausreden gespannt.

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5 Kommentare zu “„Radweg“ Ammonstraße: Mehr als fünf Jahre Versagen

  1. Oh, dieses Stück ist ja noch Sahne. Ich wünschte, die ganze Strecke bis zur Marienbrücke wäre so miserabel be-radweg’d, wie dieses Stück. Denn hier fährt man ja immerhin noch einigermaßen sicher. So richtig lustig wird es dann ab Kraftwerk Mitte, wo der werte Radler – mir nichts dir nichts – abwechselnd den PKW und LKW zum Fraß vorgeworfen wird.

    • Volle Zustimmung. Hinter dem hier bemängelten Stück erlebt man so einiges: bis Kraftwerk Mitte zunächst einen Weg mit tiefen Querrillen, die mir schon mal eine Achse gekostet haben. Dann verkleinert sich die Fahrbahn auf eine Spur pro Richtung und genau dann soll man die Fahrbahn nutzen, d.h. Autos und LKW haben keine Überholmöglichkeit (ich persönlich habe damit zwar kein Problem, aber so jemand der vielleicht 15 km/h fährt würde sich da nicht besonders wohl fühlen, gleichzeitig wäre er aber bereits zu schnell für den „Fahrrad frei“-Gehweg). Sobald die Fahrbahn dann wieder breiter wird und man sich denkt „Ah, hier wird’s wieder etwas angenehmer“ – Pustekuchen. Ab dann beginnt ein schmaler gemeinsamer Geh- und Radweg mit schwer einsehbaren Fußwegkreuzungen. Die Ecke Ritzenbergstraße ist jedesmal ein Glücksspiel. Auch, weil man sich dort zunächst an die Hauswand drängen muss, aufgrund eines Lampenmastes, der wiederum genau vor der darauffolgenden Radfurt steht. Also scharfen Links-Rechts-Schlecker machen. Zu Glück hat dabei bisher noch kein danebenfahrender Autofahrer vor Schreck das Lenkrad verrissen. Danach folgt dann ein weiteres Stück benutzungspflichen Radwegs, der auch nicht viel besser ist. Ebenfalls dicht an Hauswänden vorbei. Erst danach folgt dann endlich ein ordentlicher Radfahrstreifen. Die Gegenrichtung ist prinzipiell aber nicht viel besser. Dort gibt es zusätzlich noch Radfahrer-Mobbing an der Ampel Magdeburger Straße. Autofahrer haben Grün für geradeaus und rechts. Radfahrer müssen derweil warten. Ich halte mich ja normalerweise an rote Ampeln, aber an der Stelle fühle ich mich gezwungen, da eine Ausnahme zu machen.

      Fazit: Am besten die ganze Straße abreißen und neu bauen. Die jetzige Umsetzung ist kompletter Unfug und kleinere Verbesserungen an den Radwegen sind nur Tropfen auf den heißen Stein.

      • Die gesamte Strecke vom Hauptbahnhof bis zum Albertplatz ist größtenteils für den Arsch. Der Großteil der Radwege erfüllt nicht die rechtlichen Vorgaben. Fehlende Stetigkeit, unzumutbare Granitplatten als Oberfläche, Radverkehrsführung auf Gehwegen, die verdammt gefährlich ist …
        Leider mauert das STA konsequent, wenn man dagegen vorgeht. Da hilft meist nur eine langwierige Klage.

  2. Ich bin heute genau dort lang gefahren und wollte auf die andere Straßenseite wechseln. Die reinste Katastrophe ist dieser Radweg. Ich staune immer wieder, wie schnell die neu gebauten Radwege verfallen. Das dauert keine fünf jahre, dann sind sie holprig.

    • Es sind nunmal RadWeg!e, tauglich zum Verbuddeln von Leitungen, zum Verscheuchen der Radfahrer von der heiligen Fahrbahn, aber ansonsten nicht ernstgenommen. Weder von den Verkehrsteilnehmern noch von der zuständigen Verwaltung. Deswegen auch billigst gebaut und entsprechend schnell verschlissen.
      Die Fahrbahn ist sicherer und komfortabler, weswegen man sie auch benutzen sollte, Blauschild hin oder her. Der Gummiparagraph der Zumutbarkeit ist dehnbar! ;-)

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