Dresden gegen Radfahrer

Wie die Stadt Dresden Radfahrern das Leben schwer macht


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Versagerabteilung wütet wieder in Dresden (Baustellen)

Es gibt mal wieder ein paar Baustellen in Dresden. Und die verantwortlichen Planer das Straßen- und Tiefbauamts werden nicht müde ihre geballte Inkompetenz zu demonstrieren.

 

Nummer eins ist die Antonstraße:

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Baustelle Antonstraße

Antonstraße? Da war doch … schon mal sowas! Normale Menschen lernen ja aus ihren Fehlern, aber nicht so die Profis vom STA. Im fließenden Verkehr haben Radfahrer keine Chance sich einzuordnen. Das angeordnete Tempolimit (im Bild am Beginn des Gehwegs hinter der Kreuzung) ist auch nur Makulatur. Die Dosenfahrer halten sich natürlich nicht dran, aber das war auch den Versagern klar, die das Schild aufstellen lassen haben.

 

Die bessere Baustelle befindet sich allerdings an der Kreuzung Könneritzstraße/Ostraallee.

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Könneritzstraße – Beginn Umleitung

 

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Ostraallee – Nach einer Rechtskurve zweimal links

 

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Nochmal quer über den Gehweg und irgendwo wieder einordnen

 

Normalerweise werden Radfahrer von einem gemeinsamen Geh- und Radweg (Benutzungspflicht rechtswidrig angeordnet) auf einen Radfahrstreifen geleitet. Jetzt müssen sie rechts um die Ecke fahren, absteigen und bis zum Gatterende schieben, da sie mangels blauen Lollies auf dem Gehweg nicht mit dem Rad in die Ostraallee reinfahren dürfen, dann die Fahrbahn queren, auf dem gegenüberliegenden Gehweg wieder aufsteigen, rechts um die Ecke fahren und sich dann wieder irgendwo da hinten auf den Radfahrstreifen begeben.

Hier frage ich mich wirklich, ob die Baustellenfanatiker im STA permanent unter Alkoholeinfluss oder anderer psychoaktiver Substanzen stehen. Selbst mit ’nem IQ an der Debilitätsgrenze erkennt man, dass diese „Umleitung“ einfach nur Dreck ist.

Dass die Schädigung oder Tötung von Radfahrern vom Dresdner STA allen Anschein nach billigend in Kauf genommen wird ist ja nichts neues, aber hinter diesen Baustellenverbrechen steckt vermutlich Methode. Vielleicht gibt’s amtsinterne Wettbewerbe über die dümmstmögliche Verkehrsführung für Radfahrer. Der Gewinnvorschlag wird dann prämiert und umgesetzt.

Eventuell möchte man aber auch den Modal Split in Dresden auf Radfahrerseite wieder etwas ausdünnen. Das Radfahren an sich noch unattraktiver zu machen oder die Radfahrer gleich praktischerweise vom motorisierten Verkehr „abräumen“ zu lassen scheinen geeignete Mittel zu sein.

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Radwegbenutzungspflicht auf der Pennricher Straße wird aufgehoben

Die Mitarbeiter der Dresdner Verkehrsbehörde sind nach sieben (!) Monaten endlich mit der Prüfung meines Widerspruchs gegen die Radwegbenutzungspflicht auf der Pennricher Straße fertig. Zu meiner Überraschung wurde dem Widerspruch stattgegeben, ohne dass von Seiten der Verwaltung wieder haarsträubende fiktive Gefährdungsszenarien für Radfahrer konstruiert wurden.

Die blauen Schilder sollten also in den nächsten Tagen Wochen getauscht werden. Vermutlich wird der Gehweg optional für Radfahrer freigegeben.

 

Warum man aber überhaupt erst auf die Idee gekommen ist, eine Radwegbenutzungspflicht anzuordnen, zumal es in sämtlichen Haltestellenbereichen drumherum, die vorher gebaut wurden, keine gibt, erschließt sich mir nicht.