Dresden gegen Radfahrer

Wie die Stadt Dresden Radfahrern das Leben schwer macht

Auffahrt zu Nossener Brücke nun mit Radfahrstreifen

9 Kommentare

Gelegentlich werden die Fachleute vom STA selbstständig tätig und sorgen auch mal für Überraschungen. Nachdem ich vor einiger Zeit bauliche Aktivitäten auf der Rampe zur Nossener Brücke (Richtung Uni) feststellen konnte, wurde das „Projekt“ endlich abgeschlossen.

Auffahrt zur Nossener Brücke

Auffahrt zur Nossener Brücke

Aus den zwei Fahrstreifen für den KFZ-Verkehr wurde ein Fahrstreifen und ein Radfahrstreifen (vorher noch ein Stück Schutzstreifen). Die separate Rechtsabbiegerspur in die Oederaner Straße ist entfallen.

Schön, dass auch mal was von selbst passiert, immerhin war die Benutzungspflicht dort eh rechtswidrig. Sie hätten sich auch gleich um die gegenüberliegende Seite kümmern können, aber da muss man wohl wieder selbst ran. ;-)

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9 Kommentare zu “Auffahrt zu Nossener Brücke nun mit Radfahrstreifen

  1. Wieso wurde der eine Fahrstreifen extrabreit und dafür der andere etwas schmal?

  2. Daran sieht man: Dresden ist eine Stadt, die es den Autofahrern mehr als schwer macht. Radfahrer werden behandelt, als wären sie die besseren Menschen; sie kriegen es überall noch hinten »reingesteckt«.

  3. Sieht mir ziemlich schmal aus, um einen anderen Radfahrer zu überholen. Weil es eine durchgezogene Linie ist, ist es wohl nicht gewollt. Wieso? Damit Autofahrer auf jeden Fall freie Fahrt haben? Ist die Verkehrssituation so, dass ein überholender Radfahrer eine grobe Belästigung oder Behinderung wäre, gar eine Gefährdung?

    • Im Regelfall ist die gleichzeitige Nutzung von Radverkehrsanlagen durch mehr als eine Person gleichzeitig nicht vorgesehen. Traurig aber wahr. ERA und RASt waren schon beim Erscheinen hoffnungslos veraltet, werden aber weiterhin zugrunde gelegt, obwohl die Realität schon dreißig (!) Jahre weiter ist. In letzterer gibt es immerhin einen Minimalpassus:

      „Bei Radwegbreiten unter 1,60 m ist das gegenseitige Überholen nicht mehr möglich (vgl. Bild 19), eine Benutzungspflicht soll daher bei Radwegebreiten unter 1,60 m nicht angeordnet werden 39). Dem Radverkehr steht dann die Benutzung der Fahrbahn oder des Radwegs frei“

      Schon allein die Annahme, man könne bei einer Breite unter 2m sicher überholen ist ein Witz.
      Logisches Denken findet bei Stadtplanern auch nicht Stadt. Beispielsweise bietet die Überbreite Spur dem KFZ-Verkehr keinerlei Vorteil. Ein breiterer Radfahrstreifen würde Radfahrern eine legale Möglichkeit zum Überholen geben. So muss man als Radfahrer zwangsläufig eine Ordnungswidrigkeit begehen, um zu überholen. Und das in 95% (und mehr) aller Fälle.

  4. Wieso denn das “ immerhin war die Benutzungspflicht dort eh rechtswidrig“?

    • Weil sie gegen §45 (9) StVO verstieß.

      • Kann den Gesetzkauderwelsch mal jemand für Normalbürger übersezten?

        • Eine Radwegbenutzungspflicht darf nur angeordnet werden, wenn es für Radfahrer durch besondere örtliche Verhältnisse zu gefährlich ist, auf der Fahrbahn zu fahren.
          Für diese besonderen Verhältnisse gibt es keine Definition. Sie sind regelmäßig Gegenstand von Klagen gegen Benutzungspflichten.
          Orientiert wird sich gelegentlich an der ERA (Empfehlung für Radverkehrsanlagen) von 2010, die aber schon beim Erscheinen hoffnungslos veraltet war. Sie hinkt 30 Jahre hinter moderner Radinfrastruktur hinterher.

          Im konkreten Fall hier gab es nie Gefahren für Radfahrer auf der Fahrbahn. Das Verkehrsaufkommen ist lächerlich niedrig. Die Führung des Radwegs war das Gefährliche (klassische Rechtsabbiegerunfälle).

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